Sex und Intimität

Überlegungen zu Ihren Lebensgewohnheiten bei einer Brustkrebsdiagnose

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Viele Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wird, fragen, „ob sich die Lebensgewohnheiten und Beziehungen durch eine Operation oder andere Behandlungen ändern"

Unsere Antwort:

Auch wenn noch Spuren Ihrer Behandlung zu erkennen sind, wie z. B. die Operationsnarben, können Sie sicher sein, dass Ihr Leben nach der Brustkrebsbehandlung wieder normal verlaufen kann. Ihr Alter und die Art der Behandlung können sich jedoch individuell verschieden auf das Ergebnis auswirken.

Einige Studien deuten darauf hin, dass jüngere Frauen, d. h. ungefähr eine von vier überlebenden Krebspatientinnen, mehr Schwierigkeiten als ältere Frauen haben, den mit Brustkrebs und dessen Behandlung verbundenen Stress zu bewältigen. Diese Schwierigkeiten können sich auf die psychische Gesundheit und den gesellschaftlichen Umgang auswirken und können u. U. sogar zu einem Gefühl der Isoliertheit führen. Bei manchen jungen Frauen kann Chemotherapie verfrüht zur Menopause oder sexuellen Problemen führen, die selbst eine Belastung sein können. Psychotherapeuten und Selbsthilfegruppen, die sich gezielt an jüngere Krebspatientinnen wenden, können bei der Bewältigung dieser Probleme helfen.

Unabhängig vom Alter stellt sich bei Frauen, die mit einer Chemotherapie behandelt wurden, mitunter in bestimmten Bereichen ein geringfügiger Funktionsverlust ein. Ihr Arzt kann Ihnen besser erklären, womit Sie nach der Behandlung rechnen sollten.

Eine gesunde Sexualität erhalten

Sexualität ist für Brustkrebspatientinnen oft ein großer Grund zur Besorgnis. Es gibt zwar einige Faktoren, die die Gefahr sexueller Probleme für Sie steigern können, aber es gibt auch viele Möglichkeiten, deren Auswirkung zu verringern.

    • Körperliche Veränderungen in Folge von Operationen oder Behandlungen beeinträchtigen das körperliche Selbstbewusstsein vieler Frauen. Den eigenen Körper betrachten und berühren oder – am besten vor der Operation – andere um Unterstützung zu bitten, kann Ihnen helfen, wieder das nötige Vertrauen zu gewinnen.
    • Manche Brustkrebstherapien, wie z. B. Chemotherapie, können den Hormonspiegel einer Frau verändern und das sexuelle Interesse bzw. die Ansprechbarkeit beeinträchtigen. Wenn Sie Ihren Partner so früh wie möglich nach der Operation mit einbeziehen und offen über Ihre Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche reden, kann dies die intime Vertrautheit mit oder ohne sexueller Aktivität fördern.
    • Eine Diagnose, wenn Sie in Ihren 20er- und 30er-Lebensjahren sind, kann besonders problematisch sein, da in diesem Altersabschnitt oft die Partnerwahl und die Gründung einer Familie als sehr wichtig empfunden werden. Ihren neuen Körper zu akzeptieren und Freunde um Unterstützung zu bitten, kann Ihnen helfen, wieder neue Pläne für die Zukunft zu schmieden.